Gerd Bedszent: Das Erbe des blauen Drachen

Dariusz Muszers dystopischer Roman hat mehr mit der Gegenwart zu tun, als es zunächst scheint   Als Folge einer Ökokatastrophe gibt es auf der Erde kaum noch Tiere oder Pflanzen. Ihre angestammten Bewohner nennt man »Aschhäute«. Viele von ihnen sind mittlerweile armselige Kreaturen, die in Massengräbern herumwühlen, in der Hoffnung, zwischen den skelettierten Überresten der […]

Artur Becker: Die eigene Sippe retten

Dariusz Muszers neuer, glänzend unterhaltsamer Roman „Schädelfeld“ schickt Menschen auf Abwege ins Multiversum.   Den polnischen Schriftsteller Dariusz Muszer, geboren 1959 im Lebuser Land, kennt man hierzulande durch sein deutsches Romandebüt „Freiheit riecht nach Vanille“ von 1999: Das hinreißende Buch voller grotesker Komik erzählt von dem osteuropäischen Massenmörder Naletnik, einem trotz seiner dunklen Profession sympathischen […]

Jan Gardemann: Azmari auf dem Schädelfeld

In Äthiopien treibt seit vielen Generationen eine Azmaris genannte Kaste aus Wanderdichtern, Troubadouren und Vaganten ihr Unwesen. Öffentlich werden sie verachtet, insgeheim aber bewundert, insgesamt wegen ihrer Direktheit in der Ausübung ihrer Meinungsfreiheit jedoch gefürchtet. Und weil Offensichtlichkeit langweilig und, wenn man in einem regressiven politischen System lebt, für das eigene Wohlergehen auch gefährlich sein […]

Michael Zeller: Planet am Abgrund

Böses Märchen, beklemmende Lektüre: Dariusz Muszers „Schädelfeld“   Bereits der Titel des neuen Romans von Dariusz Muszer weckt beklemmende Assoziationen, und die erfüllen sich bei der Lektüre voll und ganz. „Schädelfeld“ ist ein böses Märchen über die Zerstörung des Planeten Erde, die von seinen Bewohnern, den Menschen, selbst ins Werk gesetzt wurde und wird. Ein […]

Dariusz Muszer: Der Märchenerzähler aus dem Konzentrationslager

Eine Rezension? Auf keinen Fall. Lieber ein Aasgeier sein, der über einer erhobenen Hauptes sterbenden polnischen Legende kreist. Warum überhaupt sollte ich wagen, eine Rezension über „Die schönen Zwanzigjährigen“ zu schreiben? Warum sollte ich für Marek Hlasko einen Werbespot drehen? Er lebt ja nicht mehr, ihm hilft es nicht, wenn irgendjemand ein paar Worte über […]

Jürgen Hoppmann: Die Gelben schluckten den Köder

Videorezension – Roman “Gottes Homepage” von Dariusz Muszer Wenn man an Science-Fiction aus Polen denkt, fällt einem zuerst Stanislaw Lem ein, ein großer Autor aus der Zeit des Kommunismus. In gewisser Weise tritt Dariusz Muszer in seine Fußstapfen, denn sein Epos „Gottes Homepage“ führt uns ebenfalls in eine vollkommen eigenartige Fantasiewelt, die überhaupt nicht mit […]

Artur Becker: Die Zukunft ist violett

SATIRE-ROMAN Von fliegenden Kalmücken, Daumencomputern und kommenden Zeitaltern. Der polnische Autor Dariusz Muszer wirft einen Blick auf Gottes Homepage.   Es gibt Romane, die sind so verrückt, dass man sie bald nicht mehr weiterlesen mag oder regelrecht verschlingen muss. Dariusz Muszers neuer Roman gehört zu der zweiten Sorte. Er spielt im 88. Jahr des Violetts […]

Kersten Flenter: Im Jahr des 88. Violetts

Dariusz Muszers Roman „Gottes Homepage“   Gospodin Gepin beschließt im Alter von 128 Jahren, seine Memoiren zu schreiben. Und tatsächlich wird er in eine Erzählerwohnung in Südnorwegen versetzt, wo er im Auftrag der zentralen Kulturbehörde seine Erinnerungen in der ausgestorbenen Sprache Deutsch verfassen soll. Doch die Aufzeichnungen über die vergessenen Kriege um die Luft, die […]

Katarzyna Rogacka-Michels: Und es passiert noch ein Mord

„Der Echsenmann“ – meisterhaft spielt Dariusz Muszer mit dem Leser, indem er ihn aus der lieblosen, egoistischen Industriewelt in eine zärtliche und romantische wirft.   Steigen Sie bitte ein, in das Hannoverisches Taxi! Espen Askeladden, genannt nach gleichnamiger Figur eines norwegischen Märchens, ein ungewöhnlicher Fahrer, Spaziergänger, der ganz zufällig Frauenleiche findet, Mr. Hyde, oder Phantasieberater, […]